Populismus: Eine Gefahr für die Demokratie?
Автор: NZZ
Загружено: 2018-06-20
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Der Begriff "Populismus" wird oft im negativen Sinn gebraucht. "Populus" heisst auf lateinisch "Volk" – ein Populist ist demnach jemand, der Politik fürs Volk macht. Das ist erst einmal nichts Verwerfliches. Trotzdem gilt Populismus als Gefahr für die Demokratie. Warum?
Das Gefühl für Ungerechtigkeit ist einer der wichtigsten Gründe für den Erfolg populistischer Parteien. Ausserdem sind die politischen Einstellungen der populistischen Parteien in der Gesellschaft oft schon vorhanden. Oft schwelen sie so lange unter der Oberfläche, bis sie von den Populisten auf die politische Agenda gebracht werden.
Die positive Seite des Populismus ist, dass er es schafft, Leute wieder in die Politik zu bringen, die sich vorher nicht vertreten gefühlt haben und darum nicht mehr partizipiert haben. Ausserdem sprechen populistische Parteien oft unangenehme Themen an und bringen etablierte Parteien dazu, sich mit diesen auseinanderzusetzen.
Trotzdem gilt Populismus immer wieder als Gefahr für die Demokratie. Dadurch, dass Populisten die Auffassung haben, dass das Volk homogen ist und auch eine einheitliche Meinung hat, sind sie sehr wenig tolerant gegenüber Minderheiten, die versuchen, sich mit allen rechtlichen Mitteln zu schützen.
Der Schutz von Minderheiten ist ein wichtiger Pfeiler der Demokratie. Die britischen Philosophen Harriet Taylor und John Stuart Mill warnten schon Anfang des 19. Jahrhunderts vor einer Tyrannei der Mehrheit. Dabei ist es genau das, was Populisten propagieren: die absolute Herrschaft des Volkes. Da wird es gefährlich, denn in einer Demokratie zählt neben der Volkssouveränität genauso die Freiheit des Individuums.
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