Existenzialismus aus Litauen: DAS WEISSE LEINTUCH von Antanas Škėma
Автор: LiteraturNews
Загружено: 2026-02-06
Просмотров: 2761
Описание:
Antanas Škėma (1910-1961) war ein litauischer Schriftsteller. Sein Werk erscheint auf Deutsch im Guggolz Verlag, in der fabelhaften Übersetzung von Claudia Sinnig. Zuletzt erschienen außerdem: "Apokalyptische Variationen", Erzählungen.
"Das weiße Leichtuch" ist in den Jahren 1952-54 in Škemas New Yorker Exil entstanden und erzählt auf Basis seiner eigenen Geschichte das Leben des litauischen Exilanten und Liftboys Antanas Garšva. Sein tägliches "up und down" im Fahrstuhl des größten Hotels der Stadt wird mit der Arbeit des Sisyphos vergleichen, der von "anderen Göttern" an "diesen Ort versetzt" worden sei. Diese neuen Götter seien "humaner"; doch auch wenn Garšva keine "geäderten Muskeln" mehr brauche und sein Stein technologisch der Erdanziehung trotze, zehrt die unendliche Repetition des Immergleichen an den Nerven dieses ohnehin neurasthenischen Charakters, dem die reizüberflutende Neon-Wirklichkeit New Yorks täglich zu schaffen macht.
In expressionistischer Manier, mit Rückblenden in die eigene Kindheit und Jugend, dem Erwachen der ersten Liebe und ihrem Verlust (womit auch der endgültige Verlust der Jugend einherging, fortan war das Leben nichts als ein "Kampf mit dem Tod"), der politischen Indoktrination in der eigenen Heimat, schließlich der Auswanderung, eröffnet sich nicht nur das präzise, facettenreiche Psychogramm eines Getriebenen und Irrenden, eines gepeinigten und gemarterten modernen Sisyphos, sondern zugleich ein höhnisch verzerrtes Mosaik des ideologischen 20. Jahrhunderts: vom sozialistischen Kaunas bis zum kapitalistisch durchhöhlten New York der Nachkriegszeit, unter dessen glanzvoller Oberfläche durch Škėmas gnadenlos skalpierenden Blick der triefende Eiter sichtbar wird.
Dank an den Verlag für die Bereitstellung dieses Meilensteins der literarischen Moderne!
Повторяем попытку...
Доступные форматы для скачивания:
Скачать видео
-
Информация по загрузке: