WOHNMOBIL auf MAN 6x6: Klassiker gegen Neuwagen! MAN FE 310 6x6 A vs MAN TGM 26 540 4wheel24.de
Загружено: 2026-03-16
Просмотров: 7125
Описание:
Gesehen bei:
https://4wheel24.de/a
4wheel24 GmbH
Barthelsmühle 15
97907 Hasloch
Telefon: +49 (0) 9342/91 97 97 2
E-Mail: [email protected]
40.000 € gegen 250.000 €: Was 20 Jahre Evolution bei Expeditionsmobilen wirklich bedeuten
In der staubigen Halle von Forwheel24 mischt sich der Geruch von frischem Hydrauliköl mit dem herben Aroma alter Dieselmotoren. Hier stehen sie direkt nebeneinander, zwei MAN-Dreiachser, die zwei Welten des Overlandings verkörpern. Auf der einen Seite: Ein FE13A aus dem Jahr 2002, ein ehemaliges Support-Fahrzeug der dänischen Armee mit martialischem Kran am Heck. Auf der anderen Seite: Ein fabrikneuer MAN TGS der aktuellen Generation, hochgerüstet beim Spezial-Veredler Tony Maurer. Zwischen ihnen liegen nicht nur zwei Jahrzehnte Ingenieurskunst, sondern eine Preisdifferenz von satten 210.000 Euro.
Für Sven und Tobi Teichmann stellt sich die Gretchenfrage der Wüste: Ist modernste High-Tech ein unverzichtbarer Sicherheitsgewinn oder reicht die unkaputtbare Mechanik von gestern, um das Ende der Welt zu erreichen?
1. Einleitung: Die Faszination der drei Achsen
Es gibt im schweren Gelände kaum ein beeindruckenderes Bild als einen 6x6-LKW, der sich durch Sand und Geröll schiebt. Der alte FE13A, den Tobi als künftiges Support-Fahrzeug für Tunesien-Touren auserkoren hat, strahlt eine brutale Ehrlichkeit aus. Mit seinem kleinen Kran, der künftig Ersatzräder und Getränkekisten wuchten soll, wirkt er wie ein Werkzeug, das für die Ewigkeit gebaut wurde. Der neue TGS hingegen ist eine Machtdemonstration moderner Individualisierung. Während der alte Veteran für rund 40.000 Euro den Besitzer wechselt, ruft das nackte TGS-Fahrgestell bereits 250.000 Euro auf. Ein gewaltiger Sprung – doch steckt der Teufel, wie so oft, im technischen Detail.
2. Der zeitlose Bauhaus-Stil: Wenn sich das Cockpit kaum verändert
Wer in den 2002er MAN steigt, erlebt ein Déjà-vu. Das sogenannte M-Cockpit wirkt seltsam vertraut – ein funktionaler Bauhaus-Stil, den Sven bereits aus seinem Mercedes Vario kennt. MAN hat hier über Generationen an einer Ergonomie festgehalten, die "alte Hasen" lieben: Schalter, die man blind findet, und eine Optik, die der Funktion bedingungslos folgt.
Interessantes Detail am Rande: Das "A" in der Bezeichnung FE13A steht keineswegs für Allrad. Es markiert die letzte Serie dieser Generation, die bereits Technologie-Komponenten des Nachfolgers TGA an Bord hatte, wie das elektronische Gaspedal und das Motorsteuergerät. Tobi schätzt diese Beständigkeit:
„Man ist nicht so wie Mercedes-Benz. So Riesenänderungen machen die nicht.“
3. Game-Changer Reifendruck: Per Knopfdruck zur doppelten Traktion
Der technologische Quantensprung des neuen TGS liegt unter dem Blech und kostet fast so viel wie der halbe alte LKW: Die Reifendruckregelanlage (CTIS). Tony Maurer verbaut hier hohlgebohrte Achsen, um die Luftleitungen sicher ins Innere der Felgen zu führen.
Traktion auf Knopfdruck: In der Wüste ist Reifendruck alles. Senkt man den Druck von 6 Bar auf 1 bis 1,5 Bar, verdoppelt sich die Auflagefläche. Im direkten Vergleich liegen beim alten Modell drei Stollen der Michelin XZL-Reifen auf dem Boden – beim neuen TGS mit Michelin Xforce-Bereifung sind es sechs.
Komfort und Zeit: Während man beim FE13A im Wüstensand aussteigen und Schläuche fummeln muss, steuert der TGS-Fahrer alles bequem über das Display im Cockpit – auch während der Fahrt.
Reifen-Nuancen: Der moderne Xforce bietet durch seine feinere Profilteilung mehr Grip auf winterlichen Straßen, doch rechtlich bleibt es kompliziert: Beide sind MPT-Reifen (Multi-Purpose Tires). Sie genießen zwar Sonderfreigaben für den Winterbetrieb, besitzen aber oft kein „Three-Peak-Mountain“-Symbol, was bei strengen Kontrollen in Europa zum Thema werden kann.
4. Die Philosophie der Einfachheit vs. High-Tech-Dilemma
Hier prallen Philosophien aufeinander. Der alte FE13A ist ein mechanisches Monument. Sein 12-Liter-Sechszylinder leistet 310 PS, lässt sich aber problemlos auf über 400 PS pushen. Das absolute Highlight für Wüstenfahrer: Die ZF-Wandlerautomatik. Im Gegensatz zum modernen Schallautomaten (automatisiertes Schaltgetriebe) des TGS bietet der Wandler im Sand einen kontinuierlichen Vortrieb ohne Zugkraftunterbrechung beim Schalten – in den Dünen ein unschätzbarer Vorteil.
Dem gegenüber steht die Komplexität des Euro-6-TGS: Seitenradar zur Fußgängererkennung, digitale Displays und die AdBlue-Problematik. Doch Tobi entkräftet einen Mythos: Bei einer Algerien-Tour liefen baugleiche Fahrzeuge problemlos mit schwefelhaltigem Diesel. Der Trick? Die Bordelektronik erhöht einfach den AdBlue-Verbrauch massiv, um die Abgaswerte zu halten. Dennoch bleibt die Angst vor der Elektronik: Während man beim FE13A eine Getriebe-Revision für ca. 4.000 € beim Spezialisten bekommt, kann ein Sensorfehler am TGS im Nirgendwo die Weiterfahrt blockieren – es sei denn, man hat den teuren „Behördenstatus“ für die AdBlue-Abschaltung im Exportfall.
Повторяем попытку...
Доступные форматы для скачивания:
Скачать видео
-
Информация по загрузке: