Menden-Barge, St. Johannes Bapt. - Plenum
Автор: stahlglocke
Загружено: 2020-02-15
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Die Geschichte der Barger Johanneskirche beginnt 1652, als der Kölner Erzbischof die Errichtung der Michaelskapelle in Werringsen gestattete. Die 2005 renovierte Kapelle befindet sich in Sichtweite der heutigen Johanneskirche. Barge, heute Teil der Stadt Menden, ist eine lockere Ansammlung von kleinen und kleinsten Ortschaften und hat gut 420 Einwohner. In Barge ist – wie es einer der beiden Paderborner Glockensachverständigen formulierte – vor allem Landschaft.
Eine größere Kapelle, dem hl. Johannes dem Täufer geweiht, wurde 1836 errichtet, sie bildet heute das Langhaus der Kirche mit dem kleineren Dachreiter. 1916/17 wurde die Kirche erweitert und bildet seitdem eine hübsch anzuschauende, unregelmäßige Baugruppe. Eine Besonderheit der Kirche stellt die Orgel der Werler Orgelbaufirma Stockmann aus dem 19. Jh. dar, die ein im Dachstuhl befindliches Fernwerk aufweist, welches 2008/09 wiederhergestellt wurde.
In der Michaelskapelle läutet noch heute die wohl ursprüngliche Glocke. Die für den Autor nachvollziehbare Glockengeschichte von St. Johannes Bapt. beginnt 1926 oder 28 mit der Beschaffung von 5 Glocken c‘‘ d‘‘ e‘‘ f‘‘ g‘‘, gegossen in der Briloner Glockengießerei Humpert. Sicher hat es aber auch schon zuvor Glocken gegeben. Dieses Geläut wurde im Dachstuhl (lt. Netzseite des Pastoralverbundes) aufgehängt, ob hiermit nicht doch die beiden Dachreiter gemeint sind, bleibt unklar. Im kleineren der beiden Reiter muss sich jedenfalls bei der ersten Ergänzung des jetzigen Geläutes 1980 ein für die neue Glocke genutzter Stahlstuhl mit Stahljoch befunden haben. (lt. Best/Halekotte, s. u.).
Nach Kriegsverlust erhielt St. Johannes schon 1945 ein neues Zinnbronzegeläut aus der Briloner Glockengießerei Junker – das erste dort nach Kriegsende gegossene Geläut! Ob die Glocken dann auch „im Dachstuhl“ läuteten ist ungeklärt, andere Erzählungen berichten über ein Holzgestell auf dem Friedhof neben der Kirche. Die bereits recht klangschönen Glocken sind mit einem schlichten Eichenlaubfries und figürlichen Reliefs geziert – deutlich reichhaltiger als so manche Glocke aus Brilon in der Folgezeit. 1980 kam es, wie schon erwähnt, zur Ergänzung um eine Glocke f‘‘ aus der Glockengießerei Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher.
Zum 100jährigen Jubiläum als selbstständige Kirchengemeinde 1999 wurde über dem Zugang zum Friedhof ein neuer Glockenturm errichtet und das Geläut nochmals ergänzt. Hinzu kam eine sehr schöne Christusglocke es‘ aus Gescher, die sowohl an das 100jährige Gemeindejubiläum als auch an das 1200jährige Gründungsjubiläum des Erzbistums Paderborn, zu dem Menden seit 1821 gehört, erinnert. Ein schönes Detail der Glockenzier ist die auf dem Wolm angebrachte Darstellung des Kirchenpatrons, der auf den (am Hals zu sehenden) wiederkommenden Christus hinweist. Entstanden ist ein höchst lebendiges Geläut von strahlender Festlichkeit, das der doch recht kleinen Barger Kirchengemeinde zu hoher Zierde gereicht.
Geläutedaten (soweit vorliegend):
1. Christus es‘
2. Hl. Dreifaltigkeit g‘ +3, 800 kg
3. Hl. Herz Jesu b‘ +7, 400 kg
4. St. Johannes Bapt. c‘‘ +2, 290 kg
5. St. Joseph d‘‘ -1, 185 kg
6. f‘‘ +1, 140 kg
Glocken 2-5: Glockengießerei Albert Junker, Brilon 1945.
Glocken 1+6. Glockengießerei Petit & Gebr. Edelbrock, Gescher, 1980 (6) und 1999.
Aufnahme: Pfingstmontag, 10.06.2019, im Rahmen eines Sondergeläutes.
Fotos der Glocken: F.T. und M. Braun.
Alle anderen Fotos eigener Provenienz.
Dank gilt dem leitenden Pfarrer des Pastoralverbundes Menden für die Erlaubnis zu Sondergeläut und Turmbegehung, vor allem aber dem Küster von St. Johannes für den freundlichen Empfang und das Herbeibringen der Leiter für die Turmbegehung. Außerdem ist zu danken den beiden Mitstreitern für das Übernehmen der Besichtigung für den nicht ganz leiterfesten Autor und das Zurverfügungstellen der Fotos aus der Glockenstube.
Verwendete Quellen/Literatur:
Beschreibungen zur Kirche auf der Netzseite des Pastoralverbundes Menden, abgerufen am 11.02.2020: https://www.pv-menden.de/gemeinden/st...
Netzseite „Familien und Heimatforschung in Menden und im umliegenden Sauerland“, Abschnitt zur Geschichte der Pfarrei St. Johannes Baptist Barge, abgerufen am 11.02.2020: https://www.wolfgang-kissmer.de/mende...
Dr. K. Bund + J. Poettgen (Hrsg.): Jahrbuch für Glockenkunde, 5.-6. Band 1993/94, Deutsches Glockenmuseum (ehemals „auf Burg Greifenstein“) e. V., 1995, darin: Dr. Gerd Best + Theo Halekotte: Glockengüsse und Geläuterenovierungen im Erzbistum Paderborn in den Jahren 1977 bis 1994, S. 188-199.
Briloner Heimatbund – Semper idem e. V. (Hrsg.): Geschichte aus Brilon – Band 7: Glocken aus Brilon (div. Autoren), Anhang mit Werkverzeichnis, Brilon 2019.
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