70-km-Wanderung durch das Riesengebirge zur Schneekoppe und zurück
Автор: Sebastian Finis
Загружено: 2022-10-20
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Sonntag, 10. Juli 2022
Zusammen mit meinem Kumpel Sven habe ich eine Wanderung durch das Riesengebirge gemacht: 17 Stunden, 70 km Fußmarsch, 3.000 Höhenmeter, über 95.000 Schritte und 7.860 verbrannten Kalorien. Lass dich in diesem Video von unserer Extremerfahrung inspirieren.
Startpunkt ist die Pension Aspen im Ort Harrachov an der tschechisch-polnischen Grenze. Wir stehen 3.38 Uhr auf. Verpflegung und alles Notwendige für unsere Tageswanderung durch das Riesengebirge sind gepackt. Ich ziehe meine neu erworbene Funktionskleidung an: Merino-Unterhose, eine lange Merino-Leggins auf der Haut, eine superleichte Trailrunninghose oben drüber, ein Merino-T-Shirt, Merino-Longsleeve und meine Jack-Wolfskin-Funktionsjacke. In meinem blauen Jack-Wolfskin-Rucksack habe ich eine Trinkblase, die ich mit einem Liter fülle, die geschmierten Toastbrote mit Marmelade, viele Fruchtschnitten, Trockenfrüchte und Energyballs, zwei halbe Liter Isodrink und Mineraltabletten. An den Handgelenken trage ich links meine Apple Watch und rechts meine Fitbit. 4.30 Uhr starten wir unsere Tour in der Morgendämmerung. Die Aufzeichnungen werden gestartet auf Apple Watch, Fitbit und Komoot. Let’s go! Es steht uns ein Mammutmarsch bevor. Wir hoffen, dass wir es wieder zurück ins Ziel schaffen und dass es nicht regnet.
Wir starten bei 690 Metern ü.n.N. und der erste Anstieg führt uns direkt auf 1.410 m: 800 Höhenmeter auf den ersten zehn Kilometern in zwei Stunden. Gegen 5.30 Uhr habe ich mein persönliches Highlight: Ich sehe einen Wolf, wie er etwa 100 m vor uns von rechts nach links unseren Weg kreuzte und im Wald verschwand. Es war eine Begegnung von vielleicht drei Sekunden.
Nachdem wir die 1.400 m erklommen haben (den Berg Kotel) ging es wieder bergab auf 700 m nach Spindlermühlen. Dort hatten wir nach 20 km und 4,5 Stunden Fußmarsch unsere erste Verpflegungsstation: Norma.
Wir kauften Wasser und füllten damit unsere Trinkblasen nach, ebenfalls eine Pepsi, einen Apfel, eine Banane und einen Riegel. In Spindlermühlen fließt die Elbe noch ganz schmal und zart durch den Ort. Ab hier geht es wieder steil bergauf, 170 Höhenmeter auf 1,5 km, mit teilweise 19 % Steigung, dann ging es wieder leicht bergab, bevor ein stetiger Anstieg mit am Ende 30 % Steigung zur Vyrovka-Baude auf 1.360 m hochführte nach über 6 Stunden und 27 km – der zweite Berg heute.
Danach ging es wieder bergab – nach Pec Pod Snezkou.
Im strahlenden Sonnenschein sind wir in Pec Pod Snezkou bei 760 m ü.n.N. angekommen – nach über 32 km und 7,5 Stunden Fußmarsch. Was für ein Glück wir mit dem Wetter haben, nachdem es die Tage zuvor durchgängig geregnet hat! Es waren zwar „nur“ 10 Grad, aber zumindest war es trocken.
In Pec war unsere zweite und letzte Verpflegungsstation vor dem Aufstieg zur Schneekoppe: Wasser und Red Bull. Viele Touristen nehmen von hier den Lift rauf bis auf den höchsten Berg des Riesengebirges. Wir natürlich nicht.
Der Anstieg hatte es in sich. Wir brauchten zwei Stunden für die 800 Höhenmeter bis zum Gipfel auf 1.600 m. Auf dem letzten Stück tummelten sich Menschenmassen, die vom Lift die letzten Stufen bis nach oben zu Fuß gehen mussten. Es war unglaublich viel los auf dem Gipfel und es war megakalt: 5 Grad, während es im Tal bei 700 m ü.n.N. 10 Grad waren. Wir hielten uns eine gute halbe Stunde auf dem Gipfel auf und hatten sogar das Glück, dass es für 15 Minuten klare Sicht gab, bevor der Gipfel wieder mit Nebel verhangen war.
Nach der Schneekoppe bei Kilometer 39 hatten wir nach 9,5 Stunden das Schwierigste hinter uns gebracht. Allerdings würde es jetzt keine Verpflegung mehr auf dem Rest der Strecke für weitere 30 km geben. Der Weg war steinig und schwierig zu laufen, insbesondere mit meinen Joggingschuhen, die ich anhatte. Man musste höllisch aufpassen und konzentriert bleiben, trotz Erschöpfung nicht wegzuknicken. Lange Zeit liefen wir auf einer Hochebene bei 1.400-1.500 m auf dem Grenzweg Tschechien/Polen. Wir passierten große felsige Steinformationen. Wir kamen vorbei an einem „Turm“, der häufiges Postkartenmotiv ist und nicht weit weg von der Elbquelle.
Die Elbquelle erreichten wir nach 59 km, 14:42 Stunden auf 1.390 m Höhenmetern. Nur noch elf Kilometer bis zum Ziel.
Der Rest sollte ein Kinderspiel werden. Es ging nur noch bergab: von der Elbquelle zur Wosseckerbaude und von dort zum Weg entlang der Mummel, den wir im Winter schon so oft mit Langlaufskiern gefahren sind – hoch und runter. Der 67. Kilometer sollte mit 10:04 Minuten unser schnellster des gesamten Tages sein.
Ich hatte erstaunlicherweise überhaupt keine Gelenk- oder Muskelschmerzen. Nur meine Beine fühlten sich mittlerweile etwas schwer an. Nach knapp 17 Stunden erreichten wir unsere Pension Aspen in Harrachov wieder.
Es liegen hinter uns: 70 km Fußmarsch, 3.000 Höhenmeter, über 95.000 Schritte und 7.860 verbrannten Kalorien. Stolz, glücklich und erschöpft haben wir unser Ziel 21.30 Uhr erreicht.
www.sebatianfinis.com
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