Die Vier Nachrichter CHANSON VOM ABERGLAUBE 1934 lustige Kleinkunst Schellackplatte !
Автор: blackeyedjoe
Загружено: 2009-11-05
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Hier ein kleiner Werdegang der kabarettgruppe "Die Nachrichter" (manchmal auch: Die Vier Nachrichter):
Zusammen mit seinen Kommilitonen tritt Helmut Käutner in eigenen Revuen und Kabarettprogrammen, darunter "Yes Goddam, Allright" (1928) und "Die Sonderbar" (1930) auf. Die Truppe, bestehend aus Käutner, Kurd E. Heyne, Bobby Todd und dem Pianisten Werner Kleine, nennt sich in Anlehnung an das Kabarett der "Elf Scharfrichter", die im "Alten Simpl" auftraten, "Die Nachrichter". 1930 führt Käutner zusammen mit Kurt E. Heyne und Alois Johannes Lippl das parodistische Songspiel "Die Erbrecher, eine Polizeitragödie" auf. Bezugspunkt ist Ferdinand Bruckners Stück "Die Verbrecher", das im November 1929 in den Kammerspielen mit Therese Giehse und Heinz Rühmann Premiere hatte und dann von der Polizei verboten wurde. Nach dem Ausscheiden Werner Kleines stößt der Komponist Norbert Schultze zu der Truppe.
1932 ist Käutner Regisseur, Autor, Schauspieler und Theaterunternehmer und nimmt u.a. Kontakt zu Werner Finck in Berlin auf. Den größten Erfolg verbuchen die vier Kabarettisten Anfang 1932 mit der parodistischen Goethe-Operette "Hier irrt Goethe". Seitenhiebe auf die modischen Filmoperetten werden verteilt und der Rechtsruck der Ufa unter Hugenberg auf die Schippe genommen. Otto Falckenberg lädt die Goethe-Parodie in die Kammerspiele ein, es folgen Auftritte im Münchner Volkstheater. Mit dem Film kommt Käutner erstmals in Berührung durch die Mitwirkung in Louis Ralphs "Kreuzer Emden", der 1932 in München-Geiselgasteig gedreht wird.
Ernst Josef Aufricht, der in Berlin Brechts und Weills "Dreigroschenoper" und "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" produziert hat, lädt "Hier irrt Goethe" ans Berliner Renaissance-Theater ein. Das Stück läuft allabendlich vor ausverkauftem Haus, die Kritik staunt über "die Erneuerung des Kabaretts aus dem Geist des Seminars" (Viktor Wittner in "Der Querschnitt"). Die "Vier Nachrichter" gehen mit dem Programm auf Tournee durch ganz Deutschland, nach Österreich und Zürich. Im Februar 1933 bringen sie ihre neue Nummernrevue "Der Esel ist los" im Münchner Volkstheater heraus mit leise glossierenden Bemerkungen zur Machtübernahme der Nationalsozialisten. Nach Gastspielen in Stuttgart und Frankfurt folgt am 12. April die Premiere des Stücks im Berliner Theater am Kurfürstendamm. Nach Auseinandersetzungen mit der Direktion kommt es zur Vertragsauflösung
Käutner übernimmt die künstlerische Leitung der nun als Wanderbühne weitergeführten Truppe "Die vier Nachrichter". Er möchte ein unpolitisches literarisches Kabarett mit kulturkritischen und satirischen Glossen machen. Auf Tournee in Leipzig lernt er Erica Balqué, Tochter des Schauspielers und Regisseurs am Leipziger Schauspielhaus, Reinhold Baqué, kennen. Im Februar 1934 heiraten die beiden. Bei Vertragsverhandlungen in Berlin erweist es sich als zunehmend hinderlich, daß die Truppe keiner NS-Organisation angehört. Sie soll sich von ihrem "nicht-arischen" Mitglied Bobby Todd trennen, der daraufhin pro forma ausscheidet. Die anderen werden Mitglieder der NS-Bühnengenossenschaft. Die neue Produktion "Die Nervensäge", eine harmlose Kriminalromanparodie um Heinrich VIII. von England, hat im Mai 1934 in Magdeburg Premiere und läuft zum letzten Mal im Juni 1935 in Köln. Im Sommer entsteht das Songspiel "Der Apfel ist ab", das die Truppe jedoch nicht mehr herausbringen kann.
Das Propagandaministerium stuft das Kabarettensemble als "zersetzend und destruktiv" ein und verbietet das Unternehmen, das seine personelle Integrität bis dahin gewahrt hat, am 1.Oktober 1935. Bobby Todd geht 1936 nach Rom und arbeitet als Produktionsassistent beim Film. Kurt E. Heyne wird aus der Reichs-schrifttumskammer ausgeschlossen und emigriert mit seiner jüdischen Frau 1938 in die Schweiz, findet eine Anstellung als Schauspieler und Regisseur am Baseler Stadttheater.
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