Pastell – von Jaroslav Vrchlický
Автор: Carpe Poem
Загружено: 2024-05-20
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Jaroslav Vrchlický: Pastell
Die Gassen lieb' ich, die statt dunkler Massen
Gradliniger Häuser Gärten noch umfassen,
Wo Epheu deckt die Wand von allen Seiten.
So still ist's, selten siehst du jemand schreiten,
Dann hallt sein Schritt. Zumal im ersten Blühen,
Wenn selbst die Wand von Jugend scheint zu glühen,
Lieb' ich den Pfad. Die Blätter sprießen wieder,
Die Meise rüstet ihre neuen Lieder
Im engen Haus, es duften warm die Schollen,
Die alten Pappeln strecken sich und wollen
In die Paläste raunen Frühlingskunde.
Ich geh' allein. Auf meines Herzens Grunde
Ist Frühling auch. Ja, heut kam seine Wonne,
Durch schattige Äste spielt so froh die Sonne –
Da, Schritte! Sieh, auf diesen stillen Wegen
Kommt eine graue Schwester mir entgegen;
Sie trägt zwei aufgeblühte Hyazinthen:
Die eine glüht in flammend roten Tinten,
In Weiß die andre, wie der Mond es zeigt.
Ich sehe noch, wie sich die Nonne neigt
Auf ihre Blumen, scheu, den Blick voll Trauern.
Der Veilchen Duft dringt über Gartenmauern.
Illustration: Johann Grün
Emilius Jakob Frida (Pseudonym: Jaroslav Vrchlický kam am 17. Februar 1853 in Laun (heute: Louny, Tschechische Republik) zur Welt. Sein Vorbild war Victor Hugo. Neben Liebesgedichten schrieb er u.a. die "Legende vom heiligen Prokop" (1879). Zudem übersetzte er europäische Klassiker ins Tschechische, etwa Dantes "Göttliche Komödie" oder Goethes "Faust". 1893 erhielt er eine Professur für Europäische Literatur an der Karls-Universität Prag. Ab 1901 war er Mitglied des österreichischen Herrenhauses (Oberhaus des österreichischen Reichsrates).
Er starb am 9. September 1912 in Taus (heute: Domažlice, Tschechische Republik). Der Asteroid (6086) Vrchlický trägt seinen Namen.
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