Gossersweiler (D-SÜW) - Glocken von St.Cyriakus
Автор: Palatinist
Загружено: 2015-06-06
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Historische Glocken - vor allem solche aus der Zeit vor dem 30jährigen Krieg - sind in diesem kriegsgebeutelten Landstrich an sich schon ein Phänomen, und doch hat 'Goscheweiler' im südlichen Pfälzerwald bei seinem Dorfgeläute eine besondere Rarität in mehrerlei Hinsicht bewahren können: in dem kleinen Trio befindet sich eine unsignierte Glocke, die 1478 gegossen wurde und etwa 350 kg wiegt. Es kann aber angenommen werden, dass sie in einer Speyerer Gusshütte gefertigt wurde, etwa von Jörg von Speyer oder Hans zur Glocken.
Außer der Inschrift in gotischen Minuskeln, einem gotischen Dreipassfries darunter und einem 'ihs' auf der Flanke ist sie völlig ohne weiteren Zierrat. Die Inschrift lautet: o rex glorie veni nobis cum pace + anno dmi m cccc lxxviii. Als Worttrenner dienen Kreuze und andere Zeichen, die schwer zu deuten sind.
Überdies wird die Glocke als äußerst seltene Besonderheit bis heute mit einem alten Scheibenklöppel aus Schmiedeeisen geläutet, der vermutlich aus dem 19. oder 18. Jahrhundert stammt oder sogar noch älter ist. Hinzu kommt, dass sie bei der Ergänzung des Geläuts nach dem Krieg tonlich nicht korrigiert wurde, was sehr bemerkenswert ist, denn so hat sie nahezu ihr authentisches, charakteristisches Klangbild bewahrt. Manch andere historische Glocke der Pfalz hatte dieses Glück nicht.
1952 goss Friedrich Wilhelm Schilling in Heidelberg zwei neue Glocken hinzu, die zusammen mit der vorhandenen ein Te Deum- Motiv bilden.
Glocke I: g' - 'St.Cyriakus' - 671 kg
F.W. Schilling, 1952
Glocke II : b' +5 (ohne Patroz.) - 858 mm DM / ~ 350 kg
Anonym, 1478 (Speyerer Gusshütte?)
Glocke III: c'' - 'St.Nikolaus' - 255 kg
F.W.Schilling, 1952
Die offizielle Tonfolge wird im Bistumshandbuch mit gis' - h' - cis'' angegeben, aber da die historische Glocke ein b' +5 ist, muss die Tonfolge mehr wie ein erhöhtes g '- b' - c'' gelten.
Die kleine Glocke, die auf der Empore in einem Stühlchen aufbewahrt wird, kann ziemlich sicher der Gießerei Hamm in Frankenthal zugeschrieben werden.
Die heutige Pfarrkirche wurde 1766-69 in schlichtem Landbarockstil errichtet und muss einen älteren Bau ersetzt haben. 1971 wurde die Ostmauer aufgebrochen und bis 1974 eine Erweiterung in modernem zeitgenössischen Stil angefügt.
Mein Dank gilt der Pfarrsekretärin für ihren freundlichen Empfang und ihre Unterstützung sowie gewissen anderen Personen.
Quellen: Bistumshandbuch
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