Lutherstadt Wittenberg: Die Glocken der ev. luth. Schlosskirche zur Reformation (TURMAUFNAHME)
Автор: Sachsens Glocken
Загружено: 2025-11-11
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In diesem Video bekommt ihr einen Einblick in das Geläut der evangelisch-lutherischen Schlosskirche zur Reformation in Wittenberg.
Die Wittenberger Schlosskirche dürfte wohl weltbekannt durch ihre 95 Thesen geworden sein, welche Martin Luther im Jahre 1517 am Hauptportal der Kirche anschlug. Dadurch ist die Kirche eine der bedeutendsten evangelischen Kirchen der Welt geworden und trägt seit 1996 auch zum UNESCO-Weltkulturerbe bei.
Das heutige Gotteshaus ist im neogotischen Stil von 1883 bis 1892 umgebaut worden und besitzt sowohl innen als auch außen eine einmalige Gestaltung.
Das Dach besteht aus einem bunten Ziegelmosaik. Mittig des Daches auf der Chorseite befindet sich der aufwändig gotisch verzierte und spitze Dachreiterturm. Er ist fast genauso hoch wie der Hauptturm der Kirche und beherbergt neben der tollen Turmuhr mit ihren vier Ziffernblättern noch zwei Schlagglocken aus Bronze. Sie hängen über der Turmuhr in der Laterne und werden jeweils von einem Gummihammer als Uhrglocken angeschlagen.
Innen fallen einem natürlich zuerst die bunten Fester am Altarraum auf.
Genau davor befindet sich der gotische Hochaltar mit einigen Statuen darin. Auf beiden Seiten des Chorraumes sieht man das sehr aufwändig verzierte Chorgestühl. Es wurde von einigen deutschen Fürsten der Kirche gestiftet.
Auf der Südwestempore erblickt man die große Orgel. Sie kommt ursprünglich von dem Erbauer Johann Ephraim Hübner aus dem Jahr 1771, wurde im Jahr 1935 vom Erbauer Wilhelm Sauer aus Frankfurt umgebaut und in den Jahren 1985 bis 1994 letztendlich von der Bautzener Orgelbaufirma Eule restauriert und erweitert. Sie läuft nun auf vier Manualen mit 57 Registern und ca. 3500 Pfeifen. Die Traktur ist bis heute mechanisch.
Der Hauptturm ist mit seinem über 85 Metern schon von vielen Kilometern aus zu erblicken. Die Inschrift des Reformationsliedes von Martin Luther "Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen" steht in goldener Farbe auf blauem Hintergrund unter der Glockenetage an der Turmaußenwand.
Die Schlosskirche besaß schon in früherer Zeit ein dreistimmiges Bronzegeläut von der Glockengießerei Schilling in Apolda, welche 1891 gegossen wurden. Sie erklangen in einem Te-Deum-Motiv mit der Disposition h°-d'-e'. Eine Besonderheit dabei ist, dass es ein Zwillingsgeläut in der Christuskirche in Rom gibt, welches 1913 nachgegossen wurde. Es besitzt auch die selbe Dispo. Im Ersten Weltkrieg wurden die Glocken der Schlosskirche dann eingeschmolzen.
Die drei heutigen Bronzeglocken befinden sich auf der Höhe der Aussichtsplattform. Sie kommen aus dem Jahr 1960 und ebenfalls von der Gießerei Franz Schilling und Söhne aus Apolda. Alle drei hängen nebeneinander in einem Stahlglockenstuhl an geraden Stahljochen. Sie werden mit Magnet- bzw. Linearmotoren angetrieben. Man kann sie durch die Schallfenster von der Aussichtsplattform gut von allen Seiten sehen und am Treppenaufgang hat man den besten Blick auf die drei.
Zu meinem Höreindruck:
Die Glocken sind von unten als angenehm laut zu empfinden. Es ist allemal ein schönes harmonierendes Geläut mit einem sehr wirkungsvollen Klangcharakter. Zusammen ergibt sich auch heute ein Te-Deum-Motiv mit der selben Disposition wie auch Rom und des alten Geläuts h°-d'-e'.
Die einzige Sache die mich stört sind die Aussetzer der Glocke 2 durch den falsch eingestellten Läutewinkel. Es ist ansonsten ein sehr klangschönes Geläut.
Hier nun die Daten zu den Glocken:
Dachreiterturm:
Glocke 5
-Name: Viertelglocke
-Material: Bronze
-Schlagton: c"'
-Gewicht:
-Durchmesser:
-Gießer: ubz.
-Gussort: ubz.
-Gussjahr: ubz.
Glocke 4
-Name: Stundenglocke
-Material: Bronze
-Schlagton: e"
-Gewicht:
-Durchmesser:
-Gießer: ubz.
-Gussort: ubz.
-Gussjahr: ubz.
Hauptturm:
Glocke 3
-Name: Betglocke
-Material: Bronze
-Schlagton: e'
-Gewicht: 1126 kg
-Durchmesser: 1225 mm
-Gießer: Franz Schilling und Söhne
-Gussort: Apolda
-Gussjahr: 1960
Inschriften:
Hals:
SEID FRÖHLICH IN HOFFNUNG (RÖM. 12,12)
Zier: keine
Glocke 2
-Name: Sonntagsglocke
-Material: Bronze
-Schlagton: d'
-Gewicht: 1629 kg
-Durchmesser: 1380 mm
-Gießer: Franz Schilling und Söhne
-Gussort: Apolda
-Gussjahr: 1960
Inschriften:
Hals:
DIE VÖLLIGE LIEBE TREIBT DIE FURCHT AUS (1 JOH. 4,18 LUT)
Zier: keine
Glocke 1
-Name: Festtagsglocke
-Material: Bronze
-Schlagton: h°
-Gewicht: 2667 kg
-Durchmesser: 1615 mm
-Gießer: Franz Schilling und Söhne
-Gussort: Apolda
-Gussjahr: 1960
Inschriften:
Hals:
GLAUBT IHR NICHT, SO BLEIBT IHR NICHT (JESAJA 7,9 LUT)
Zier: keine
0:00 Außenaufnahme Vollgeläut
2:25 Bilder innen
5:15 Uhrglocken
5:52 Bilder Turmaufstieg
7:04 Glocke 3
7:24 Glocke 2
7:44 Glocke 1
8:05 Vollgeläut
14:05 Ausläuten
14:54 Abschlussspiel
Ich bedanke mich nachträglich bei @glockenausdemosten1764 für seine Unterstützung und das ganze Organisieren.
Diese Aufnahmen entstanden am Freitag, dem 31. Oktober zum Einläuten des Reformationsgottesdienstes.
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