ABENSBERG (KEH), Stadtpfarrkirche St. Barbara - Barbaraglocke und Gesamtgeläut (Turmaufnahme)
Автор: unteroktav
Загружено: 2018-01-21
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Tonfolge: as°-c¹-es¹-f¹-as¹-b¹-(as²)
Betrachtet man den vergleichsweise schlanken, hoch aufragenden Turm der Stadtpfarrkirche von Abensberg, würde man nicht erwarten, dass sich darin ein Geläut dieses Umfangs und dieser Größe befindet. Vor dem Zweiten Weltkrieg hingen sechs Glocken auf dem Turm. Alle, bis auf die Sterbeglocke, mussten im Jahr 1941 abgeliefert werden. Glücklicherweise kam die Muttergottesglocke aus dem Jahr 1902 nach Kriegsende wieder zurück. Am 30. August 1948 erfolgte die Weihe der fünf neuen Glocken durch Abt Emmeram Gilg OSB vom nahe gelegenen Kloster Weltenburg.
Das Geläut zählt zu den tontiefsten Ensembles im Bistum Regensburg.
7) STERBEGLOCKE
Schlagton: ca. as²
Gewicht: nicht bekannt
Gießer und Gussjahr: Georg Sedlpauer (Straubing) 1732
Inschrift wegen schwerer Zugänglichkeit nicht ermittelt
6) BRUDER-KONRAD-GLOCKE
Schlagton: b¹
Gewicht: 304 kg
Gießer und Gussjahr: Johann Hahn (Landshut) 1947
Inschrift:
„BENEDICTIO DEI OMNIPOTENTIS DESCENDAT SEMPER SUPER PAROCHIAM ABENSBERG“
5) JOSEFSGLOCKE
Schlagton: as¹
Gewicht: 433 kg
Gießer und Gussjahr: Johann Hahn (Landshut) 1947
Inschrift:
„COTIDIE VOCO VOS AD SACRA. VENITE!“
4) MICHAELSGLOCKE
Schlagton: f¹
Gewicht: 741 kg
Gießer und Gussjahr: Johann Hahn (Landshut) 1947
Inschrift:
„GIB, DAß AM ENDE DER TAGE WIR DIE SCHALE DEINER WAAGE NICHT FÜRCHTEN MÜSSEN, ST. MICHAEL!“
3) MARIENGLOCKE (Patrona Bavariae)
Schlagton: es¹
Gewicht: 1.078 kg
Gießer und Gussjahr: Johann Hahn (Landshut) 1947
Inschrift:
„TU AUF DIE GOLDENEN WOLKEN, WENN ICH ERHEB DIE STIMME, NEIG‘ DICH DEM BAYERNVOLKE O HOHE KÖNIGIN!“
2) MUTTERGOTTESGLOCKE
Schlagton: c¹
Gewicht: ca. 2.000 kg
Durchmesser: 1,60 m
Gießer und Gussjahr: Johann Hahn (Landshut) 1902
Schulterinschrift:
„GEGOSSEN VON JOHANN HAHN IN LANDSHUT MDCCCCII“
Flankeninschrift:
„MARIAM ME DICUNT FUSAM ANT. FRANK PAROCHO ET NIC. STARK PRAESIDE CIVITATIS ABENSBERG ECCLESIAE PAROCHIALIS RENOVANDAE AUCTORIBUS“
1) BARBARAGLOCKE
Schlagton: as°
Gewicht: 3.550 kg
Durchmesser: 1,83 m
Gießer und Gussjahr: Johann Hahn (Landshut) 1947
Schulterinschrift:
„BARBARA VOCAT, FUSA SUB PAROCHO MAXIMILIAN BRONOLD“
Flankeninschrift:
„SANKT BÄRBELS MARTER LOB ICH LAUT, SIE HAT SICH CHRISTUS ANGETRAUT. WENN ICH DICH RUF, IST’S LEICHTE PFLICHT UND DOCH, O MENSCH, WAS RENNST DU NICHT?“
Die nicht elektrifizierte Sterbeglocke ist normalerweise nur alleine im Einsatz, wurde aber für das Video ausnahmsweise kurz mitgeläutet. Das Ausschalten der Glocken war übrigens so nicht geplant.
Charakteristisch für das Abensberger Geläut ist die leichte Verstimmung in der Schlagtonlinie: Die Barbaraglocke steht ein wenig zu hoch.
Das volle Geläut ist (leider) nur sehr selten im Jahr zu hören.
Hinweis: Wegen eines „Bugs“ in der Steuerung, bekommt die Josefsglocke beim Sololäuten der Barbaraglocke auch ein wenig Strom ab, der zumindest immer wieder für einige Klöppelanschläge reicht :-)
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Die "Spargelstadt" Abensberg liegt in Niederbayern, südlich von Kelheim und im Norden des bekannten Hopfenanbaugebiets "Hallertau".
Die Pfarrei Abensberg wurde 1380 errichtet. Zuvor gehört das Gebiet zur Urpfarrei Gögging. In der ersten Zeit diente die heutige Filialkirche im Stadtteil Aunkofen als Pfarrkirche. Infolge der Errichtung des Karmelitenklosters mit Kirche ab 1389 stand die noch junge Pfarrei unter Zugzwang, eine eigene Pfarrkirche im Stadtkern zu errichten. Etwa um 1400 dürfte mit dem Bau begonnen worden sein, der etwa um 1450 fertiggestellt wurde. Ursprünglich handelte es sich um eine Saalkirche. Erst 1516 wurde die Kirche zu einer dreischiffigen Hallenkirche, wie bei südbayerischen Stadtkirchen häufig anzutreffen, umgebaut und eingewölbt.
Im Laufe der Barockzeit wurde die spätgotische Ausstattung nach und nach ersetzt. 1698 kam die Kanzel dazu, 1726 das Chorgestühl – heute die einzigen erhaltenen Stücke aus der Barockzeit. Nachdem der Turm 1731 durch Blitzschlag zerstört wurde, sollte es 31 Jahre bis zum Neubau dauern. Baumeister war Christoph Wolf aus Stadtamhof, der ein Jahr später auch den Turm der Klosterkirche Weltenburg umgestaltete und diesem ein ganz ähnliches Aussehen verlieh. 1797 stellte man einen barocken Hochaltar auf, der 1879 der Regotisierung unter Pfarrer Georg Ott zum Opfer fiel. Aus neugotischer Zeit sind nur noch die Emporenbrüstung und die Kommunionbank erhalten. 1929 wurde der heutige Hochaltar aufgestellt. Mit der Entfernung der neugotischen Seitenaltäre im Jahr 1956 erhielt die Pfarrkirche ihr aktuelles Aussehen. Die letzte Renovierungsmaßnahme erfolgte im Jahr 2002.
Quelle: www.wikipedia.de
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Quellen Glockendaten:
Rottler, Adam: Abensberg im Wandel der Zeiten, Abensberg 1972
eigene Turmbesteigung
Herzlichen Dank an den Herrn Pfarrer sowie den Mesner für die Ermöglichung der Aufnahme!
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