Ist die EU noch gut genug? Mit Damian Boeselager (Gründer VOLT & MdEP)
Автор: Digitale Optimisten | Geschäftsideen & Tech-Talks
Загружено: 2026-02-23
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254 | Ist die EU noch gut genug? Damian Boeselager ist Gründer der Pro-EU-Partei VOLT und sitzt seit 6 Jahren im EU-Parlament.
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Kapitel
(00:00) Intro
(04:13) Das kaputte EU-Betriebssystem: Vetos, Mittelalter, Blockaden
(12:02) Demokratie ohne echte Wahl: Kommission, Spitzenkandidaten, Legitimation
(15:26) Die Rolle von Volt
(29:40) Politik wie ein Startup: Warum Wachstum, Geld & Kandidaten zählen
(43:35) Regulierung, Wirtschaft & Europas Zukunft: 13.000 Regeln und der Ausweg
(54:34) Damians beste Geschäftsidee
Learnings
*EU-Betriebssystem aktualisieren*
Damian hält das EU-Betriebssystem für unzureichend und plädiert für eine normale parlamentarische Demokratie mit europäischer Regierung. Er fordert europäische Wahlen, bei denen Parteien regieren können und Bürgerinnen und Bürger die Regierung bei der nächsten Wahl abwählen können. Dadurch würde die EU handlungsfähiger und Entscheidungen würden klarer getroffen. Zukunftshypothese: Vertragsveränderungen könnten das System deutlich effizienter machen.
*Direkteuropäische Legitimation stärken*
Die Legitimation der EU erfolgt derzeit durch nationale Wahlen und das Europäische Parlament, bleibt aber für Bürgerinnen und Bürger schwer nachvollziehbar. Volt fordert europäische Wahlen, damit die Mehrheit der Abgeordneten im Europaparlament eine Regierung bilden kann, die bei der nächsten Wahl abwählbar ist. Dadurch würden Bürgerinnen und Bürger stärker Einfluss nehmen und die EU wäre demokratischer nachvollziehbar.
*Volts Wachstum als Lernpfad*
Volt wuchs organisch von einer kleinen Gruppe zu 45.000 Mitgliedern, sitzt in zwei nationalen Parlamenten, hat 300–400 lokale Abgeordnete und fünf MEPs. Das Ergebnis kam durch Freiwilligenarbeit, langsames, aber kontinuierliches Wachstum, sowie geplante Wahlkämpfe; es fehlten Ressourcen, gute Kandidaten und gezieltes Fundraising. Die zentrale Lektion für Gründer: Wachstum erfordert Geduld, eine klare Rollenverteilung, starke Öffentlichkeitsarbeit und konsequentes Personal- und Finanzmanagement.
*Industriedatenmarktplatz als Geschäftsidee*
Als beste Geschäftsidee nennt Damian den Industriedatenmarktplatz, basierend auf dem Data Act: Eigentümer eines Geräts darf die Industriedaten, die herausfließen, verkaufen. Es gibt Aggregatoren und Marktplätze; erste Ansätze existieren, aber viel Potenzial. Unternehmerische Implikation: Wer früh einen europäischen Marktplatz baut, könnte Marktführer werden und sich im Binnenmarkt neu positionieren.
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