2004 Berlin Afrika Konferenz Antikolonial mit Christopher Nsoh Flüchtlingsinitiative Brandenburg
Автор: AFROTAK TV cyberNomads
Загружено: 2026-01-23
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Christopher Nsoh. Anticolonial Africa Conference Berlin 2004. Im Jahr 2004 jährt sich zum 100. Mal der Völkermord deutscher Kolonialtruppen an den Herero und Nama im heutigen Namibia. Zum 120. Mal jährt sich die Afrika-Konferenz, zu der Reichskanzler Bismarck am 15. November 1884 nach Berlin eingeladen hatte. Wie einen Kuchen haben die europäischen Staaten den afrikanischen Kontinent untereinander aufgeteilt und ihre Kolonialinteressen auf dieser Konferenz abgesteckt. Zwei Anlässe, an die wir mit der Anticolonial Africa Conference Berlin 2004 erinnern wollen.
Die Propaganda der kulturellen Überlegenheit rechtfertigte schon damals die blutige Eroberung des Kontinents. Die Kriege in Afrika haben allein in den letzten Jahren Millionen Menschen das Leben gekostet. Im Sommer 2003 wurde der erste gemeinsame europäische Krieg in der Demokratischen Republik Kongo geführt. Unter dem Vorwand Frieden zu bringen, werden die kolonialen Strukturen in Wirtschaft und Politik, Kultur und Alltagsleben neu gefestigt. Bis heute ist Europa an der Ausplünderung Afrikas massiv beteiligt und verschließt die Grenzen vor den Menschen, um "seinen" Wohlstand zu sichern.
Die kolonialen Strukturen wirken auch in die weißen Gesellschaften zurück. Sie reproduzieren und konstruieren "neues" koloniales Bewusstsein, Rassismus, Herrenmenschentum, Kriegslogiken, Frauenunterdrückung, technischen Machbarkeitswahn. Wir wollen diese Gewaltverhältnisse bekämpfen. Wir, das sind Menschen aus verschiedenen afrikanischen Ländern, Deutschland und anderen europäischen Ländern. Uns verbindet das Ziel, diese Konzepte als patriarchale, als koloniale Herrschaft anzugreifen und zu verändern. Wir wollen Herrschafts- und Gewaltverhältnisse, Dominanz- und Ausgrenzungsmechanismen aufspüren, delegitimieren und abschaffen und mit vielen die Aktivitäten vorantreiben, in unterschiedlichen Formen, mit Respekt und Solidarität. Der antikoloniale Widerstand ist politisch für uns ein zentraler Orientierungspunkt. An den damaligen Widerstand wollen wir erinnern und den aktuellen unterstützen.
Wir fordern:
1. Beendigung aller Kriege
Sofortiger Stop aller Formen des warbusiness, keinerlei Militärhilfe und Waffengeschäfte. Keine Interventions-(Kriegs)truppen aus Europa oder anderen Ländern nach Afrika. Keine soziale und materielle Unterstützung der Kriege, kein Flüchtlingsmanagement durch Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs).
Die Teilnehmerstaaten der Berliner Konferenz von 1884 exportieren heute noch für über drei Milliarden Dollar jährlich militärische Ausrüstung in die Länder Afrikas. Auch wenn afrikanische Regierungen bzw. Rebellengruppen die Kriege führen, ändert dies nichts daran, dass die europäischen Länder unmittelbar beteiligt sind und von ihnen profitieren. Die Kriege in Angola, Kongo/Zaire, Sierra Leone, am Horn von Afrika, um nur einige zu nennen, zwingen Millionen Menschen zur Flucht, Millionen werden verletzt, von Minen verstümmelt und getötet. Es geht um Bodenschätze wie Diamanten, Coltan, Gold und Öl, auf die es europäische Firmen abgesehen haben und die, kontrolliert von bewaffneten Banden, unter Sklavenbedingungen aus der Erde geholt werden. Gewalt, die Zerstörung sozialer Verhältnisse und Hunger zwingen die Menschen, billigst Dienstleistungen anzubieten, sich als Tagelöhner für den Weltmarkt ausbeuten zu lassen oder sich auf den oft tödlichen Weg in den reichen Norden zu machen.
2. Koloniale Mentalitäten aufbrechen
Mit Selbstgefälligkeit und Sendungsbewusstsein versuchen die Kolonisatoren ihre Zivilisation der Welt überall aufzwingen und sagen nicht, dass damit Gewalt, Krieg und Ausbeutung gemeint sind. Rassistische Stereotypen wie die grundsätzliche Überlegenheit der westlichen Zivilisation bestimmen auch heute den Diskurs über Flüchtlinge und Einwanderer in Europa. Kapitalistische Werte sollen die Werte der Welt sein und "Nützlichkeit"das Kriterium des Lebens. Die Unterscheidung in "unwerte" und "wertvolle" Menschen, in Befehlende und Ausführende, in Faule und Fleißige, ist eine tief in der patriarchalen Gesellschaft angelegte Hierarchisierung, und Entmenschlichung. Mit dem Völkermord an den Herero und Nama, der Einrichtung von Konzentrationslagern und Zwangsarbeit wurde die koloniale Gewalt in Namibia gefestigt. Diese Erfahrung bestimmte auch die spätere "Rassen"politik der Nazis. Die Ermordung von Millionen Menschen in den KZs während des zweiten Weltkrieges, die Vernichtung durch Arbeit und die brutale Kolonisierung der osteuropäischen Länder hat ihre Wurzeln auch in der deutschen Kolonialgeschichte Afrikas.
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