Tiengen (Waldshut-Tiengen) [D.-WT] - kath. Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt, Geläutepräsentation
Автор: Angelusglocke
Загружено: 2025-08-15
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Präsentiert wird das beeindruckende, neunstimmige Geläut der katholischen Stadtpfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt in Waldshut-Tingen.
Informationen zur Baugeschichte und Ausstattung der Kirche können unter dem nachstehenden Link eingesehen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Mari%C3...)
Das Geläut der Kirche hat eine äußerst detailliert aufgearbeitete Geschichte, dessen Ursprünge bis in das das 17. Jahrhundert zurückreichen. Im Jahr 1808 gab es nachweislich drei Instrumente auf dem Turm. Die mittlere Glocke war ein Werk des Jahres 1640.
Zur ihr gesellten sich eine kleinere Glocke - gegossen 1648 - und eine größere, 1668 gegossene Glocke.
Zwei dieser Glocken sprangen um 1800. Im Jahr 1808 wurde sich für einen kompletten Neuguss entschieden. Mit dem Guss der vier neuen Glocken (f'-as'-c''-d'') beauftragte man die Glockengießerei Rosenlächer aus Konstanz. 1809 wurden diese Glocken auf den Turm gehängt. In der Laterne befanden sich zwei kleine Glocken von 1721 und 1736.
Das Rosenlächergeläut von 1808 war von minderer Qualität, weshalb die beiden kleinen Glocken umgegossen wurden ( zu b' und des'') und zusätzlich eine dritte, große Glocke (des') folgte. 1917 wurden im Zuge des ersten Weltkrieges drei Glocken des Geläutes eingezogen (b', des'', b''). 1924 lieferte die Glockengießerei Grüninger zwei neue Glocken (b', des''). 1942 wurden die fünf großen Glocken sowie die beiden Kleinen von 1721 und 1736 abgegeben. Nur die kleinste Glocke von 1886 durfte verbleiben.
Die Glocke von 1721 kehrte nach dem zweiten Weltkrieg unbeschädigt vom Glockenfriedhof aus Hamburg zurück. 1950 goss Grüninger erneut fünf große Glocken (cis', e', fis', a', h') zu den beiden kleinen, bestehenden Glocken (cis'' und g'') von 1721 und 1886.
Durch eine großzügige Spende für eine noch fehlende a°-Glocke kam wieder Bewegung in die Glockengeschichte der Stadtkirche, war das Geläut aber doch gerade erst erweitert/erneuert worden.
Um das Gesamtklangbild einheitlicher zu gestalten und die neue große Glocke in eine gute Innenharmonie mit den anderen Glocken zu bringen, entschied man sich schließlich dafür, die drei kleinen Glocken des bestehenden Geläutes ebenfalls durch die Glockengießerei Schilling aus Heidelberg umgießen zu lassen. 1962 wurden schließlich die große Glocke sowie die drei Kleinen ge- bzw. umgegossen. Die drei 1950 gegossenen Grüningerglocken wurden nachgestimmt, was jedoch nicht den gewünschten Erfolgt brachte. Somit entschied man sich 1963 dazu, trotz vieler Gegenstimmen, auch diese Glocken einzuschmelzen und durch drei Neugüsse, ebefalls von FWS, zu ersetzen. Dieses Geläut bestand in dieser Form somit bis 2019.
In dem besagten Jahr erfolgte eine komplette Sanierung des Turmes der Stadtkirche, bei welcher auch das Geläut einer Sanierung unterzogen wurde. Alle Glocken erhielten neue Holzjoche, Klöppel und Steuerungen. Um die klangliche Lücke zwischen der kleinsten Schillingglocke und der sich in der Laterne befindlichen Barockglocke zu schließen, wurde im selben Jahr die Vernaglocke in der Glockengießerei Bachert in Neunkirchen gegossen. Leider fügt sie sich nur bedingt gut in das Geläut ein und wirkt für manch einen Zuhörer eher wie ein Fremdkörper. Auch die Oberflächenqualität ist nur bedingt gelungen.
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DIE LÄUTEGLOCKEN:
Glocke 1 | a°-2 | 4.013kg | d=1.810mm | 1962, FWS
Glocke 2 | cis'-4 | 2.365kg | d=1.516mm | 1963, FWS
Glocke 3 | e'-2 | 1.341kg | d=1.214mm | 1963, FWS
Glocke 4 | fis'-4 | 915kg | d=1.104mm | 1963, FWS
Glocke 5 | a'-2 | 610kg | d=968mm | 1962, FWS
Glocke 6 | h'-2 | 425kg | d=857mm | 1962, FWS
Glocke 7 | cis''-4 | 313kg | d=770mm | 1962, FWS
Glocke 8 | d''-3 | 230kg | d=715mm | 2019, Bachert (Neunkirchen)
Glocke 9 | g''+6 | ~90kg | d=524mm | 1721, T. Schalch, Schaffhausen
Disposition: a°-cis'-e'-fis'-a'-h'-cis''-d''-g''
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ABLAUF DER GELÄUTEPRÄSENTATION:
~0:00 | Intro mit Bilderpräsentation der Kirche und Glocken (im Hintergrund ist eine Aufnahme des vollen Geläutes zu hören)
~9:28 | Glocke 9 (g'')
~12:57 | Glocke 8 (d'')
~16:28 | Glocke 7 (cis'')
~20:15 | Glocke 6 (h')
~24:05 | Glocke 5 (a')
~27:43 | Glocke 4 (fis')
~31:51 | Glocke 3 (e')
~35:37 | Glocke 2 (cis')
~39:50 | Glocke 1 (a°)
~44:50 | Plenum
~51:00 | Hauptgeläut
~53:14 | Schillingplenum
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Quellen: Wikipediaeintrag und Gemeindeseite der kath. Pfarrkirche St, Mariä Himmelfahrt; Glockendaten, Auszug aus der erzbischöflichen Glockenseite; eigene Informationen; Video/Ton/Schnitt: J.R., F.T.
Glockentürme und Glockenstuben sind keine öffentlicher Zugang. Diese Aufnahme wurde organisiert und die Videos unter der Einverständniserklärung der jeweiligen Gemeinde erstellt und veröffentlicht.
Bei der Verwendung meiner Videos bin ich als Urheber darüber in Kenntnis zu setzten. Ebenfalls benötigt der User anschließend meine schriftliche Genehmigung für die anschließende Verwendung der Aufnahmen.
(c) Angelusglocke 2025
Aufnahmedatum: Freitag, 20.06.2025 im Rahmen eines Sonderläutens.
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