Keyenberg (D), kath. Kirche Hl. Kreuz - Vollgeläute
Автор: Engerlingraucher
Загружено: 2013-02-02
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Klang- und charaktervoll ist das Geläute welches im hohen Turm der Keyenberger Kirche hängt.
Bereits zu fränkischer Zeit dürfte es in Keyenberg eine kleine Kirche gegeben haben. Im Prümer Urbar aus dem Jahre 893 wird schon ein Priester genannt. Um 1300 wird Keyenberg im Liber valoris als Pfarre bezeichnet. Kurz darauf wurde sie vom Kölner Stift St.Maria im Kapitol übernommen, welches bis zur Säkularisierung immer die jeweiligen Pfarrer stellte. Ein im 11.Jahrhundert errichteter romanischer Kirchenbau wurde 1912 zugunsten eines neuen Langhauses und eines neuen Turms abgerissen. Schon im Jahre 1866 wurden der Chor und das Querhaus nach den Entwürfen des Wiener Dombaumeisters Friedrich von Schmidt aus dem Jahre 1857 neu gebaut. Der heutige Bau ist eine neugotische dreischiffige Backsteinhallenkirche mit jeweils fünfseitigen Kapellen an den Chorjochen. Von der Innenausstattung sind einige Gegenstände erwähnenswert! Darunter eine romanische Tafel mit einer Weiheinschrift, die vermutlich noch aus dem 11.Jahrhundert stammt. Aus dem 17. und 18.Jahrhundert sind noch einige Grabplatten erhalten geblieben. Desweiteren befinden sich in der Kirche Holzbilder aus dem 16.Jahrhundert, neugotische Altäre und eine Stahlhuth-Orgel aus dem Jahr 1886. Die Kirche dürfte zu den schönsten ihrer Art im Kreis Heinsberg gezählt werden!
Im historischen Holzglockenstuhl befindet sich ein 3-stimmiges Geläute. Die älteste unter ihnen ist die im Jahre 1455 von Johann und Jakob von Venlo gegossene Marienglocke. Sie ist ziertechnisch gesehen eine der interessantesten Glocken des 15.Jahrhunderts im Rheinland! Neben 4 Abbildungen eines Greifs befinden sich auf der Glocke mehrere Heiligenreliefs, Wappen, Münzen sowie Doppelspiralenkreuze in verschiedenen Größen. Als Worttrenner in der Inschrift dienen 6-blättrige Rosetten mit zwei verschieden großen Blüten und normale Doppelpunkte. 1464 goss Jakob von Venlo eine zweite Marienglocke. Im Jahre 1648 wurde eine Urbanusglocke von Franz van Trier gegossen. Diese beiden Glocken wurden jedoch (aus mir bislang unbekannten Gründen) 1899 umgegossen und später im 1.Weltkrieg eingeschmolzen. 2 neue Glocken lieferte die Glockengießerei Petit & Edelbrock aus Gescher im Jahre 1922. Im 2.Weltkrieg wurden diese Glocken abtransportiert. Die kleine Dionysiusglocke kehrte jedoch wieder nach Keyenberg zurück. Um die kriegsbedingte Lücke im Geläute zu schließen wurde Petit & Edelbrock damit beauftragt, eine neue große Glocke zu gießen. 1957 war es dann soweit. Mit der Sebastiansglocke wurde das Geläute wieder vervollständigt. Vor einigen Jahren wurden neue Motoren durch die Firma Perrot aus Calw eingebaut.
Keyenberg wird innerhalb der nächsten Jahre dem Braunkohletagebau Garzweiler II weichen müssen. Ob die Glocken danach jemals wieder erklingen werden ist fragwürdig...
Sebastiansglocke, Schlagton dis'+3, Gewicht ca. 1.450 kg, Durchmesser 1320 mm, gegossen im Jahre 1957 von der Fa. Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher (Westf.).
Marienglocke, Schlagton fis'+1, Gewicht ca. 810 kg, Durchmesser 1173 mm, gegossen im Jahre 1455 von Johann und Jakob von Venlo.
Dionysiusglocke, Schlagton gis'+6, Gewicht ca. 550 kg, Durchmesser 980 mm, gegossen im Jahre 1922 von der Fa. Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher (Westf.).
Ein herzliches Dankeschön geht an die Küsterin für das öffnen des Turms!
In Gedenken an Pfarrer Franz Josef Semrau...
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