Ruprecht Mattig: Generationenverhältnis und Bildsamkeit: Ambivalenzen neuzeitlicher Pädagogik
Автор: Universität Innsbruck
Загружено: 2014-06-20
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Antrittsvorlesung von Ruprecht Mattig an der Universität Innsbruck am 2. April 2014
Ein Kennzeichen neuzeitlicher Pädagogik ist, dass ihr zunehmend das Telos, ein durch Religion oder Tradition vorgegebenes Ziel menschlicher Entwicklung, abhanden kam. Es setzte sich immer mehr die Einsicht durch, dass der Mensch nicht mehr einer von außen gegebenen Bestimmung folgen kann, sondern sich seine Bestimmung selbst geben muss. Seit diese Idee der unbestimmten Bildsamkeit des Menschen den Ausgangspunkt der Pädagogik bildet, zielen pädagogische Bemühungen darauf ab, die Zöglinge zur Selbstbestimmung zu befähigen. ln der Antrittsvorlesung wird diese Einsicht neuzeitlicher Pädagogik auf das Verhältnis der Generationen zueinander bezogen. Dabei wird deutlich, dass auch das Generationenverhältnis selbst als unbestimmt erscheint und einer Bestimmung bedarf, welche allerdings, je nach pädagogischer Tradition, unterschiedlich und durchaus widersprüchlich ausfallen kann. ln dieser Hinsicht werden drei Traditionen der Pädagogik entfaltet, die bis heute den pädagogischen Diskurs prägen. Die Vorlesung reflektiert damit die Historizität und Kulturalität von Generationenverhältnissen, zeigt daraus entspringende aktuelle pädagogische Herausforderungen auf und entwickelt Fragestellungen für zukünftige erziehungswissenschaftliche Forschung.
Ruprecht Mattig hat Erziehungswissenschaft und Volkswirtschaftslehre an der Freien Universität Berlin studiert und anschließend im Rahmen des Sonderforschungsbereiches "Kulturen des Performativen" (ebenfalls an der FU Berlin) zum Thema "Rock und Pop als Ritual: Über das Erwachsenwerden in der Mediengesellschaft" promoviert. 2008 ging er an die Universität Kyoto in Japan, wo er bis 2012 als Assistant Professor im Global Center of Excellence "Revitalizing Education for Dynamic Hearts and Minds" mitwirkte. Von 2012 bis 2013 vertrat er die Professur für Systematische Erziehungswissenschaft an der Technischen Universität Dresden, bis er im Oktober 2013 einen Ruf an den Lehrstuhl Erziehungswissenschaft der Generationen" an der Universität lnnsbruck annahm. Ruprecht Mattig ist verheiratet und Vater von zwei Söhnen und einer Tochter. Schwerpunkte in Forschung und Lehre: pädagogische Anthropologie, ethnographische Bildungsforschung, Ritual- und Jugendforschung, pädagogische Glücksforschung. Zurzeit ar- beitet Ruprecht Mattig an einem Forschungsprojekt, in dem er Wilhelm von Humboldts Studien über das Baskenland aus bildungstheoretischer Perspektive rekonstruiert.
Mehr: http://www.uibk.ac.at/ipoint/news/201...
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