Was bin ich? vom 22.08.1972 - Folge 140 mit Robert Lembke und dem Ehrengast Loriot (Vicco von Bülow)
Автор: zurückgespult
Загружено: 2025-10-29
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Was bin ich? - Das heitere Beruferaten vom 22.08.1972 hier mit der Folge 140 mit Robert Lembke und mit dem Ehrengast Loriot (Vicco von Bülow).
Loriot (bürgerlich Vicco von Bülow, 1923–2011) war einer der bedeutendsten deutschen Humoristen, Karikaturisten, Regisseure und Schauspieler des 20. Jahrhunderts. Sein Werk zeichnet sich durch feinsinnigen, sprachlich präzisen und gesellschaftskritischen Humor aus, der die Absurditäten des bürgerlichen Alltags offenlegt, ohne in grobe Komik abzugleiten.
Loriot begann seine Karriere nach dem Zweiten Weltkrieg als Zeichner und Karikaturist. In Zeitschriften wie Stern und Quick machte er sich mit feinen Strichzeichnungen einen Namen, in denen Menschen, Tiere und Situationen in grotesken, aber stets höflichen Konflikten dargestellt werden. Schon hier zeigte sich sein typisches Thema: das Missverständnis als Grundform menschlicher Kommunikation.
Mit den Fernsehserien Cartoons, Loriot (ARD, 1976–1979) und Loriot – Weihnachten bei Hoppenstedts erreichte er Kultstatus. Seine Sketche – etwa „Die Nudel“, „Der Lottogewinner“, „Der Fernsehabend“, „Das Ei“ oder „Die Jodelschule“ – sind bis heute fest im kollektiven Gedächtnis der Deutschen verankert. Typisch ist Loriots minutiöse Beobachtung von Sprache und Gestik: Alltägliche Situationen eskalieren, weil Menschen aneinander vorbeireden, sich zu sehr an gesellschaftliche Etikette klammern oder im Versuch, korrekt zu sein, völlig scheitern. Figuren wie Herr Müller-Lüdenscheidt und Dr. Klöbner (im legendären „Badewannensketch“) verkörpern den kleinbürgerlichen deutschen Durchschnitt mit all seiner Höflichkeit, Unsicherheit und Komik.
In den 1980er-Jahren inszenierte Loriot zwei Spielfilme: „Ödipussi“ (1988) und „Pappa ante portas“ (1991), in denen er selbst die Hauptrolle spielte. Beide Filme führen seine Themen konsequent weiter: das Chaos der bürgerlichen Ordnung, die Sprachlosigkeit in Beziehungen und die Lächerlichkeit gesellschaftlicher Rituale. Sie verbinden feine Satire mit präziser Alltagsbeobachtung und zeichnen ein humorvolles, aber liebevolles Bild deutscher Mentalität.
Loriots Humor ist intellektuell, sprachbewusst und empathisch. Er verzichtet auf Zynismus oder Bosheit, stattdessen liegt der Witz in der Genauigkeit: in der Diskrepanz zwischen Schein und Sein, Form und Inhalt, Absicht und Wirkung. Seine Sprache ist klar, oft pedantisch und dadurch komisch. Auch Tiere – besonders Hunde – spielen eine zentrale Rolle als Spiegel menschlicher Verhaltensmuster.
Loriot prägte den deutschen Humor nachhaltig. Er machte die „Komik der Peinlichkeit“ salonfähig, schuf zeitlose Figuren und Sprüche („Früher war mehr Lametta!“, „Ach was!“) und setzte Maßstäbe für feinen, intelligenten Witz. Sein Werk verbindet zeichnerische Kunst, Sprachwitz, Schauspiel und Regie zu einem geschlossenen Gesamtkosmos, der bis heute einzigartig ist.
Loriot entlarvte mit feinem Humor die Tragikomik des deutschen Bürgertums und zeigte, dass hinter Förmlichkeit, Ordnung und Höflichkeit stets das menschliche Chaos lauert. Sein Werk ist eine liebevolle, präzise und unnachahmliche Satire auf das Leben – und bleibt zeitlos aktuell.
Wie viele NEINs die Ratefüchse wohl brauchen, um auf ihn zu kommen?
Robert Lembke erhielt übrigens im Monat etwa 6000 Briefe, in denen sich Kandidaten mit mehr oder weniger seltenen Berufen vorstellten. 20 bis 30 davon kamen meist in die engere Auswahl. Auch eine Hausfrau erschien vor dem Rateteam; ihr Beruf wurde sehr spät erraten. „Könnte Ihr Beruf von einem Mann ausgeführt werden?“, wollte Guido Baumann wissen. Ein fragender Blick und Lembke entschied: „Sagen wir nein.“
Die Produktionskosten fielen bescheiden aus: Lembke erhielt pro Sendung (Stand 1974) 6000 DM (entspräche inflationsbereinigt 10.179 Euro im Jahr 2025), die Mitglieder des Rateteams knapp je 1000 DM (1.696 Euro) und die Assistentin Irene Aulich (seit 1967) 150 DM (254 Euro). Jeder Gast konnte nach zehn Nein-Antworten maximal 50 DM gewinnen, was inflationsbedingt etwa 153 Euro für Sendungen des ersten Ausstrahlungsjahres 1955 und 52 Euro für 1989 entsprechen würde.
Die Aufzeichnung erfolgte im Studio 2 des Bayerischen Rundfunks in Unterföhring bei München. Bis 1973 wurden zwölf Sendungen pro Jahr produziert, danach nur noch acht. An jedem Aufzeichnungstermin wurden zwei Sendungen hintereinander gedreht, was zusätzlich Kosten sparte.
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