Freiheit und Einsamkeit
Автор: Dilettant mit Stromanschluss
Загружено: 2026-03-01
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Freiheit und Einsamkeit
Es erscheint seltsam: Freiheit ist ohne Einsamkeit nicht zu haben!
Warum sollte dies so sein? Wer tiefer darüber nachdenkt, wird bereits an den zentralen Begriffen Freiheit und Einsamkeit seine Mühe haben. Deshalb lohnt es sich, diesen beiden Begriffen nachzudenken.
Was ist Einsamkeit, worin besteht Freiheit?
Beginnen wir mit dem nächstliegendsten Gefühl Einsamkeit und versuchen zu ergründen wie dieses mit der Freiheit verbunden ist. Wie fühlen sich Momente an von denen wir in unserer Sprachgemeinschaft meinen, wir seien einsam? Können wir das vom Anderen sicher wissen? Wer weiß schon wie Einsamkeit sich für andere anfühlt. Keiner weiß aus eigener Erfahrung, was Einsamkeit für den Anderen ist.
Was ist Einsamkeit
Bei dieser Frage muss ich aus meinem inneren Erleben berichten. Auch wenn ich weiß, dass allgemeine Begriffe dieses in mir lebende Gefühl nur schwach zu fassen weiß. Einsam sein, erscheint mir heute eine ferne Empfindung - jedoch nicht fern genug, um mich nicht an diese innere Dunkelheit erinnern zu können, die sie einmal war. Einsamkeit bedeutet Verlassensein. Wer verlassen ist, vermisst etwas oder jemanden. Aber was bedeutet dieses Gefühl, warum hat er dieses?
Der Zweck des anderen scheint in diesem Fall zu sein mich im Dasein zu halten. Das scheint unsere physische Vereinzelung erträglich zu machen. Aber ist der andere in dieser Verzweckung nicht ebenso ein Ding, wie das Brot, das ich täglich zum Leben brauche?
Der Modus, in dem Einsamkeit erscheint ist aus dieser Perspektive ein vorwiegend infantiler Modus. Infantil erscheint demnach jener, der seine physische Vereinzelung nicht durch die Obhut eines anderen zu ertragen vermag. Sobald er nach seiner Geburt beginnt um sich zu blicken und fremdes erkennt, erfährt er das Gefühl der Einsamkeit, des Verlassenseins -einem tiefen Gefühl der Fremdheit in der Welt.
Weltfremdheit
Er ist es, der die eine Welt in lose verbundene Dinge trennt, weil die Erhaltung seines physischen und psychischen Körpers danach verlangt. Sein Körper will erhalten werden. Er braucht Nahrung, Wärme und Geborgenheit. Um diesen physiologischen Erhaltungszwecken und psychologischen Notwendigkeiten zu entsprechen, muss er versuchen die Welt um sich herum für seine Bedürfnisse zu verzwecken.
religiöse Sprachspiele
Um diese Verzweckungen für alle erträglich zu machen, erfanden Menschen religiöse Erzählungen. Es entstanden religiöse Gemeinschaften, die die verzweckenden Einzelnen wieder in einen erträglichen Gesamtzusammenhang einbanden. Damit verlor der Einzelne seine Freiheit vor Gott.
Andererseits scheint auf der Hand zu liegen, dass wir Menschen aus der physiologischen Zweckgebundenheit unserer Leiber nie wirklich frei sein können. Was frei zu sein scheint, ist unser Wollen. Aber können wir wollen, was wir wollen - oder ist das selbst bereits eine Illusion?
Der Mensch kann Wollen und braucht dazu eine brauchbare Illusion, um überhaupt wollen zu können. Er ernährt sich von Tag zu Tag, weil er der Illusion anhängt, dass der morgige Tag dieser Anstrengung wert sei. Aber woher kann er das wissen - eine Illusion.
In diesem Wort steckt schon die ganze Wahrheit. in dem Begriff ‘Illusion’ liegt seine lateinische Wurzel: ludere. ‘Ludere’ heißt spielen, sich belustigen oder täuschen. Spielen wir ein Spiel, wenn wir an Morgen denken, um uns im heute zu erhalten?
Dieses Spielen hat in der Geschichte der sprechenden Menschheit verschiedenste Sprachspiele hervorgebracht. Eine Gattung dieser Sprachspiele sind religiöse Sprachspiele. Diese Form von Sprachspielen bindet uns nicht nur in einen Gesamtzusammenhang ein, sondern gibt den sinnsuchenden Blick des Menschen Gestalt. In einigen Religionen heißen solcherart Sinnsuchende: Kinder Gottes.
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