Claire Waldoff - Revue (FAB TV - Bericht) Theater TRIBÜNE Berlin
Автор: Jörg Sanner
Загружено: 2015-07-29
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Описание:
mit Angelika Mann, Simone Bicking, Wolfgang "Teddy" Klapper und Christoph Gottschalch
Regie: Cusch Jung
Uraufführung in der Charlottenburger Tribüne (Berlin)
Eine Claire-Waldoff-Revue in der Tribüne Raus mit den Männern aus dem Reichstag
Von Irene Bazinger
Sie gilt als Urtyp der frechen, selbstbewussten Berlinerin und war doch 1884 in einer Gelsenkirchener Bergmannfamilie geboren worden. Sie krakeelte lauthals von "Emil seina unanständjen Lust" und den sinnlichen Fertigkeiten eines gewissen "Hermann", lebte aber rund vierzig Jahre mit ihrer Geliebten Olga von Roeder zusammen. Und obwohl sie klein und ziemlich drall war, konnte sie ihr Publikum glauben machen, was nicht unbedingt zu vermuten war: "Nach meene Beene ist ja janz Berlin verrückt." Clara Wortmann, die sich ab 1903 Claire Waldoff nannte, hatte viele Talente und das gewisse Etwas: Stand sie auf der Bühne und sang, "wie der Berliner Spatz singt, unbekümmert, frech" (Tucholsky), schien jedes Wort wahr zu sein. Mit dieser Aura des Authentischen feierte die zugereiste Hinterhof-Göre bald enorme Erfolge. Bereits 1907 galt sie als "Stern von Berlin" und wurde auch im Ausland gefeiert. Während des Zweiten Weltkriegs blieb sie in Deutschland, obwohl dort für schnodderig-deftiges Gelichter wie sie die Luft lange schon dünn geworden war. Die Waldoff starb 1957 in Bayern, ohne an ihre frühere Karriere anknüpfen zu können. Nicht totzukriegen sind allerdings ihre Chansons und Couplets, von "Wer schmeißt denn hier mit Lehm" über "Mein geliebtes Schmackeduzchen" bis zu Friedrich Hollaenders bissiger Emanzipationshymne "Raus mit den Männern aus dem Reichstag!". Diese Gassenhauer halten nun auch die Revue "Claire Waldoff - Stationen einer Cabaret-Karriere" in der "Tribüne" aufrecht. Friedel Freiherr von Wangenheim hat die "dolle Bolle" jedoch in eine reichlich biedere Chronik gepresst, die nach dem Strickmuster "Theater auf dem Theater" Auftritte, Conférencen und markige Sprüche ("Dummheit ist auch eine Gabe Gottes") aneinander reiht. Die Uraufführung, inszeniert von Cusch Jung, fällt kein bisschen einfallsreicher oder pfiffiger aus. Bedanken können sich die beiden bei Angelika Mann, die als Claire Waldoff den Laden resolut und herzhaft und mit genau passendem, schrägem Timbre schmeißt. Sie verkörpert mit Wort, Ton und federndem Schritt durch und durch das Prinzip "Hier komm icke". Und mit Schlips und Anzug gibt sie außerdem den kessen Vater des Swinging Berlin zwischen den Weltkriegen. Ob die roten Locken des Vorbilds oder deren schnarrende Konsonanten, die Baskenmütze oder das breitmäulige Quäken - Angelika Mann macht sich das Waldoff sche Image virtuos zu Eigen. Grazil, feminin und rundherum harmonisch ist ihr Simone Storch eine hervorragende Gegenspielerin. Die musikalische Begleitung wird unter Christoph Wagner angenehmerweise live dargeboten. In der Manier der Waldoff, das vermag der Abend immerhin zu zeigen, verliert die Horrorkategorie "Berliner Original" ihren Schrecken und sorgt gar für ein Vergnügen der staubfrei amüsanten Art. Weitere Vorstellungen: 16., 19.-23., 26.-30.9. 20 Uhr Tribüne, Otto-Suhr-Allee 18, Charlottenburg
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