(D-BW) Die Glocken der Kath. Pfarrkirche St. Maria in Philippsburg
Автор: Glockenklang BW
Загружено: 2025-08-20
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Heute Präsentiere ich die Kath. Pfarrkirche St. Maria in Philippsburg :
Genaue Infos zur Kirche :
Die Pfarrkirche St. Maria in Philippsburg verfügt über ein vierstimmiges Geläut. Glocke 1 wurde im Jahr 1770 von Benjamin Grüninger in Villingen gegossen. Sie stammt ursprünglich aus dem ehemaligen Benediktinerkloster in Schuttern (Ortenaukreis). Glocke 3 wurde von Lucas Speck im Jahr 1809 in Heidelberg gegossen. Die Glocken 2 und 4 stammen aus der Glockengießerei Hamm, Frankenthal aus dem Jahr 1956.
In der Melodielinie aller 4 Glocken erklingt das ausgefüllte Mollmotiv.
In einem mittig über den barocken Eingangsgiebel der Pfarrkirche gestellten und massiven Glockenturm hängen in einer Glockenstube mit achteckigem Grundriss die Glocken in einem Stahlglockenstuhl.
Der Turm ist auf den 4 Diagonalseiten mit Uhrenzifferblättern bestückt. Diese befinden sich knapp oberhalb des Glockenstuhls (oberhalb der Schallläden.) Alle Glocken sind in den Uhrenschlag integriert. Die Glocke 1 übernimmt der Stundenschlag, die Glocken 2, 3 und 4 tätigen den Viertelstundenschlag. Unterhalb der Glockenstube steht ein elektrifiziertes mechanisches Uhrwerk der Firma Schneider aus Schonach.
Genaue Infos zu den Glocken :
Glocke 1
Gewicht : 2000 kg
Gießer : J. B. Grüninger, Villingen
Guss Jahr : 1770
Durchmesser in mm : 1438
Schlagton : cis'+3
Material : Bronze
Glocke 2
Gewicht : 982
Gießer : Hamm, Frankenthal
Guss Jahr : 1956
Durchmesser in mm : 1216
Schlagton : e'+4
Material : Bronze
Glocke 3
Gewicht : 391
Gießer : Lucas Speck, Heidelberg
Guss Jahr : 1809
Durchmesser in mm : 924
Schlagton : fis'+4
Material : Bronze
Glocke 4
Gewicht : 499
Gießer : Hamm, Frankenthal
Guss Jahr : 1956
Durchmesser in mm : 958
Schlagton :gis'+4
Material : Bronze
Geschichte zu Glocke 1 :
Die große Glocke von Philippsburg
Sie ist nunmehr schon seit nahezu zwei Jahrhunderten untrennbar mit dem Wohl und
Wehe der Stadt und seiner Bewohner verbunden. Über sie schrieb Hieronymus Nopp
den folgenden Vers:
„Sie sah schon viele Geschlechter
aus ihrer Höhe herab,
sie sah, wie sie kamen und blühten
und wie sie deckte das Grab.”
Alles Unheil der Zeit konnte ihr nichts anhaben. Der kunsthistorische Wert schützte
die über 40 Zentner schwere Glocke vor jeglicher Zerstörung. Es war wohl um das
Jahr 1774, als das Kloster Schuttern (bei Lahr) die Glockengießerei Grüninger in
Villingen mit der Anfertigung beauftragte. Von einem stattlichen Geläute von weiteren
sechs Glocken sollte sie die größte werden. Sie wurde ein Meisterstück der
Metallbaukunst. Die bildliche Darstellung der Himmelfahrt und der Krönung Mariens
durch die Dreifaltigkeit und die Inschriften auf der Glocke zeigen eine ungewöhnlich
reiche Ausstattung. Die Zierfriese und die sechs prachtvoll gestalteten Henkel sind
von außerordentlichem künstlerischem Wert.
Großherzog Karl Friedrich bestimmte im Januar 1809, dass die Philippsburger für
ihre gerade im Wiederaufbau begriffene Kirche die Glocke in Schuttern holen sollten.
Durch die Säkularisation war das Kloster aufgelöst worden. Gegen den Widerstand
der dortigen Bevölkerung fand schließlich dieses Prachtstück seinen Weg in die
ehemalige Festungsstadt und hängt heute noch im Glockenstuhl.
Aber auch eine traurige Geschichte ist mit dieser Glocke verbunden: Als die Tochter
Maria Theresias, Marie Antoinette, als österreichische Kaisertochter mit dem
französischen König Ludwig XVI. verheiratet werden sollte, kam es auf der Reise von
Wien nach Paris im Kloster Schuttern zu einer Übernachtung. Dem hohen Gast zu
Ehren wurde die große Glocke geläutet. Überliefert ist darauf ihr Ausspruch: ,,Es
kommt mir einem Totengeläute gleich.” Jahre später wurde sie während der
französischen Revolution hingerichtet.
Bei seinem Besuch im Jahre 1904 beschäftigt sich auch der badische
Heimatschriftsteller Heinrich Hansjakob bei seinem Aufenthalt in Philippsburg mit
Kirche, Pfarrhaus und Glocke. Er hatte seinem früheren Landtagskollegen
Hieronymus Nopp versprochen, einmal sein ,,geliebtes Philippsburg” in Augenschein
zu nehmen.
Pfarrer Katz schreibt im Januar 1929: ,,Die große Glocke ist und bleibt eine Zierde
unserer Stadt”. Dem ist nichts hinzuzufügen.
(Auszug aus: „Kleiner Kunstführer durch die Katholische Pfarrkirche St. Maria zu Philippsburg“.
Herausgegeben von Ekkehard Zimmermann und Hans Wein)
Quellen : https://www.ebfr-glocken.de/glockensu...
Ablauf :
00:00 Intro
00:06 Video der Kirche
01:21 Bilder der Kirche
02:02 Viertel Stundenschlag
02:08 Glocke 4
04:08 Glocke 3
06:34 Glocke 2
08:31 Glocke 1
11:22 Plenum aller 4 Glocken
12:39 Plenum mit Bilder Präsentation
13:02 Plenum
14:30 Plenum Außen mit Bildern
15:30 Plenum
17:25 Ausläuten des Plenum
18:02 Outro (Danksagungen)
Diese Aufnahme Entstand am 19.8.2025
Danke an meine Eltern für das fahren.
Das Verwenden meiner Ton-,Bild sowie Video Aufnahme ist ohne meine Schriftliche Zustimmung nicht Gestattet.
Habt einen Schönen Tag
Euer Glocken Klang BW
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