Diskussion um Außenpolitik 2 5 1992
Автор: Ostmullen
Загружено: 2026-01-11
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Beispiel: Die Badewanne der Volkswirtschaft
Stell dir vor, die Wirtschaft ist eine Badewanne, die sich mit Wasser (also Geld und Produktion) füllt.
Der Staat (bzw. die Politik) hat nun entschieden:
Der Wasserhahn darf höchstens 2 % mehr Wasser pro Jahr reinlassen (→ Wachstumsziel: 2 % BIP).
Gleichzeitig sagt man dir: "Ihr müsst mehr Wasser reinschütten!" (→ „mehr arbeiten“).
Aber sobald du mehr Wasser reinschüttest, ruft jemand: „Stopp! Es wird zu voll! Inflation!“
Also wird der Hahn wieder zugedreht: Zinsen hoch, Investitionen runter, Sparen hoch.
💬 Was zeigt dieses Bild?
Man fordert mehr Einsatz vom Volk (mehr Arbeit), obwohl der Wasserhahn bewusst gedrosselt wird.
Entwicklung wie in China (also echtes, schnelles Wachstum) ist unmöglich, weil der Hahn auf 2 % begrenzt ist.
Und sobald mehr Wasser kommt (= Löhne steigen, Menschen konsumieren mehr), ruft die EZB: „Inflationsgefahr!“
Also wird das System künstlich gebremst, auch wenn die Leute mehr leisten.
Deutschland hat in den letzten Jahren durch fiskalische Regeln (z. B. Schuldenbremse), moderate Investitionen und starke Inflations‑Fokus politisch nur sehr moderate Binnenwachstumsraten zugelassen. Selbst wenn Arbeitsleistung und Produktivität steigen, bleibt das Wachstum künstlich limitiert – Unternehmens‑ und Konsumausgaben bleiben niedrig.
Das Wachstum liegt seit Jahren nur knapp über oder sogar unter der Marke von 2 %, häufig sogar darunter. Das ist wie ein Auto, das nur mit halber Leistung fährt.
Selbst bei mehr Einsatz (höhere Löhne, mehr Arbeitsstunden) zieht die Wirtschaft nicht deutlich an – weil die Rahmenbedingungen (Zinsen, Fiskalpolitik, Inflation) eine höhere Dynamik verhindern.
Szenisches Beispiel (Satire)
Washington, 1948
Roosevelt:
„Herr Adenauer, die Vereinigten Staaten sind bereit, Ihnen 13 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau Europas bereitzustellen. Es ist eine historische Chance, Ihre Wirtschaft neu aufzubauen, Arbeitsplätze zu schaffen und Demokratie zu stabilisieren.“
Adenauer (neoliberal durchtränkt):
„Ich danke Ihnen für das freundliche Angebot, Herr Präsident. Aber das ist wirtschaftlich leider nicht tragbar. Wir können doch kein Geld ausgeben, das wir noch gar nicht erwirtschaftet haben!“
Roosevelt (fassungslos):
„Aber Sie haben keine funktionierende Wirtschaft, keine Währung, Millionen sind arbeitslos, Städte in Trümmern...“
Adenauer:
„Eben! Deshalb dürfen wir jetzt nicht anfangen, mit Schulden zu leben oder Subventionen zu verteilen. Der Markt muss sich selbst regulieren. Erst wenn wir etwas erwirtschaftet haben, dürfen wir es auch ausgeben. Sonst ruinieren wir uns!“
Roosevelt (langsam wütend):
„Herr Adenauer, Sie haben keine Industrie, keine Nachfrage, keine funktionierende Bank. Und ohne Investition kommt auch kein Wachstum.“
Adenauer:
„Dann müssen wir eben sparen. Der Gürtel muss enger geschnallt werden. Leistung muss sich wieder lohnen! Wir können uns Wohlstand nicht drucken oder schenken lassen. Sonst gewöhnen sich die Leute noch daran, dass der Staat für alles da ist!“
Roosevelt (verzweifelt):
„Dann viel Glück beim Wiederaufbau Ihrer Trümmer mit Haushaltsdisziplin.“
Adenauer (selbstzufrieden):
„Danke. Wir bauen Deutschland solide auf. Ohne Schulden. Ohne fremdes Geld. Nur mit Fleiß, Ordnung und marktkonformer Armut.“
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